Int. Radiomuseum Hans Necker • April 2022

Was macht man an einem Sonntag, wenn man mit mehreren Mitgliedern des Vereins unterwegs ist. Denn schließlich ist immer noch Corona ein Faktor, der uns alle in unseren Aktivitäten beeinflusst. Nun gut, vormittags noch auf einem Besuch des Radio-Flohmarktes im "Haus des Gastes" in Bad Laasphe, dann kann man die Gelegenheit auch nutzen, um sich mal im weltweit größten Radiomuseum von Hans Necker umzusehen. Irgendwie passte es ja auch zeitlich, denn der Flohmarkt war überschaubar und auch seitens der Händler und Angebote nicht so groß, dass die Zeit knapp geworden wäre.
 
 

Zwischenspiel und Tribut für den Magen

 
Also, der Flohmarkt war mittags abgearbeitet und das Museum öffnete erst um 14:00 Uhr an diesem Sonntag. Eine gute Gelegenheit, dem Magen etwas Arbeit zu verschaffen, aber nun ist Bad Laasphe nicht gerade eine Örtlichkeit, wo an jeder Ecke irgendwo eine Gaststätte oder ein Restaurant auf Gäste wartet. Alles, was im direkten Umfeld zu shen war, war erst am Abend geöffnet. Ein Café war zwar auf, aber es sollte mehr als ein Stück Kuchen sein, denn wir waren ja schon seit morgens früh unterwegs und ein richtiges Essen war das Ziel. Dann wude uns ein China-Restaurant empfohlen, aber auch das war noch geschlossen. Aber nebenan gab es eine Pizzeria, die war geöffnet und nach den farbigen Angebotstafeln ging das Spektrum der Speisen von Italien bis Griechenland. Aber als wir dann drinnen waren, wurden wir positiv überrascht und wir wurden auch gut verköstigt zu humanen Preisen. Die Grinsegesichter rechts sagen alles aus.

Foto © Broich
Nun gut, dann wurden alles ins Auto verpackt, was wir so dabei hatten und es ging in Richtung Museum. Ein erstes Hinweisschild hatten wir schon auf der Hinfahrt entdeckt und so landeten wir auch pünktlich auf dem Parkplatz vor dem Museum. Auch da wieder der Vorteil einer Kleinstadt, freie Parkplätze genug und keine Parkgebühren.
Vor dem Eingang des Museums wurde auch gerade noch etliche Geräte ausgeladen. Die kamen von einem Aussteller des morgens besuchten Flohmarktes, der offensichtlich mit dem Museum zu tun hatte. Denn schließlich war das Radiomuseum auch der Veranstalter des Flohmarktes an diesem Tag.
   
   

Das Internationale Radiomuseum Hans Necker

 
Was ist es denn nun, ein privates Museum mit einer persönlichen Sammlung, oder ein offizielles Museum mit einem meistens städtischem Träger? Wenn man die Geschichte nachliest, hat sich das alles so entwickelt, wie bei vielen privaten Sammlungen. Nur ist alles sehr viel umfangreicher und das hat dem Betreiber Hans Necker auch einen Eintrag im "Guinness Book der Rekorde" verschafft, als größes Radiomuseum der Welt. Aber auch ihm ist nicht alles einfach so in den Schoß gefallen, er hat darum gekämpft und hatte irgendwann Glück, dass der amtierende Bürgermeister ihm dieses Haus für sein Museum überlassen hat, weil dieser die Idee der geschichtliche Bedeutung einer solchen Sammlung mitgetragen hat und auch das Museum als Zugewinn für das Städtchen Bad Laasphe sah.
Wir wurden sehr freundlich von Herrn Necker empfangen und es ergaben sich aus dem Gespräch mit einem Mitarbeiter auch persönliche Kontakte nach Köln und das Ergebnis war einmal, uns wurde der Eintrittspreis erlassen und Herr Necker führte uns und zwei zufällig anwesende Frauen durch die Räumlichkeiten und erklärte die Exponate. Immer wieder ergaben sich Diskussionen um geschichtliche Zusammenhänge und auch die ausgestellten Geräte. Insgesamt war es ein sehr interessanter Besuch und etliche ausgestellte Geräte würden jede Sammlung bereichern, aber zum Schluss blieben nur die Wünsche und die Hochachtung für eine so interessante Sammlung.
   
 
 Und hier der Flyer des Museums:
       
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Diese Bilder zeigen nur einen kleinen Teil des ausgestellten Museumsinventars. Aktuell sind um 1100 Exponate ausgestellt, die fast alle voll betriebsfähig sind. Im Bestand des Museums sind etwa 4.000 Geräte aus der Gesamtentwicklung zur Radio-, Tonband- und Fernsehgeschichte. Besonders anzumerken ist ein komplett im Stil der 1950er-Jahre eingerichtetes Zimmer.
 
Hier die Daten zum Museum. Die Öffnungszeiten und die Eintrittspreise stehen auf der Website des Museums.:
 Anschrift:  Internationales Radiomuseum Hans Neckar
Bahnhofstraße 33
57334 Bad Laasphe
Telefon:  02752 - 9728    
Mail: 
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Ansprechpartner: 
Hans Neckar    
Webadresse: 
www.internationales-radiomuseum.de    

Insgesamt gesehen ist das "Internationale Radiomuseum Hans Necker" aber absolut interessant und könnte an einem anderen Ort in einer großen Stadt zu einem Besuchermagnet werden. Gerade weil hier eine so breite und auch mit so vielen Raritäten bestückte Ausstellung vorgehalten wird. Einige Objekte können auch bespielt werden. Ein erweiterter Museumsshop wäre auch noch zu empfehlen, auch um eine zusätzliche Refinanzierung des Museums betreiben zu können. Weitere Informationen zu dem Objekt sind über den Link hier zu finden, bitte anklicken.
       
       
 
 
Anmerkung: Es ist beachtlich, was in diesem Museum der Betreiber Hans Necker an Beständen zusammengetragen hat. Es sind so viele Geräte und Belegstücke aus allen Episoden der Technologien, das man schnell auch mal die Besonderheiten übersieht. Bedauerlich ist allerdings, fast alles steht hinter Glasscheiben in Vitrinen und ist damit auch nicht genauer zu betrachten und auch schlecht bis garnicht zu fotografieren. Aber das ist wohl nicht anders möglich, weil es wohl in früheren Zeiten immer wieder Probleme mit Diebstahl insbesondere von Bedienknöpfen und auch mit Beschädigungen gab. Hinzu kommen teilweise schlechte Lichtverhältnisse und auch ein erforderlicher Sanierungsbedarf der Räumlichkeiten. Denn einige Teile des Bodens sind beschädigt und müssten auch aus Sicherheitsgründen ausgebessert werden.
Schade ist es auch, dass das Gebäude zwar eine Schräge am Eingang hat, aber trotzdem eine Barrierefreiheit nicht besteht. Denn Treppen sind nun mal nicht mit Rollstühlen befahrbar. Und auch Brandschutzregeln dürften dem Museum mehr als Kopfzerbrechen bereiten.
 
         
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